Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich! (ab 2020)

Die Abenteuer-Ecke von Kathrin

Hallo lieber Besucher, ich bin Kathrin und heiße dich willkommen!

Wenn man mal die durchschnittliche Lebenserwartung meiner Generation ansetzt, bin ich bereits über die Lebensmitte hinaus – dafür aber mit viel mehr Bewusstsein und Achtsamkeit unterwegs. Denn das ist eine der guten Seiten des Älter-Werdens: Man weiß die Geschenke, die einem das Leben macht, besser einzuordnen und zu schätzen.

So ein Geschenk des Lebens ist für mich, dass ich die Möglichkeit habe, mit den eigenen Beinen und den sprichwörtlich kleinen Schritten diese unsere Welt zu erkunden: Ich habe mich vom Weitwander-Virus anstecken lassen. 

Alles begann 2017, als ich auf einem Jakobsweg pilgernd unterwegs war. Nach dem Ende dieses ersten Camino hatte ich meine Liebe zum Freilaufen entdeckt.
Als Mutter und Arbeitnehmer habe und hatte ich seitdem noch nicht die Gelegenheit, ganz große Sprünge zu machen – dazu waren und sind andere Dinge in meinem Leben bislang wichtiger gewesen. Doch mehr und mehr kann ich mich einlassen auf diese langsamste aller Fortbewegungsmethoden: tage- und wochenlang zu Fuß unterwegs sein und alles, was es zum Leben und Überleben braucht, auf dem Rücken. Was für andere nach Quälerei klingt, ist für mich die intensivste Weise, meine eigene Lebendigkeit zu erspüren.

Der Zufall oder vielleicht auch das Schicksal hat mich jemanden finden lassen, der diesen Traum vom Fernwandern für sich nun auf intensivste Weise wahr gemacht hat: Andrea, seit ihrem Thruhike auf dem Pacific Crest Trail auch unter dem Trailnamen „Happy“ bekannt. Ihre Berichte, Bilder und Filme haben endgültig meinen bereits länger gehegten Wunsch so befeuert, dass ich selbst aktiv wurde.

Für die Einreise nach Amerika musste ich die Prozedur der Visabeschaffung inklusive eines Interviews in der Amerikanischen Botschaft mitmachen. Auch ein Permit, eine bezahlte Erlaubnis, zum Langstreckenwanderung mußte ich mir beschaffen. Doch dann stand dem Abenteuer nichts mehr im Weg – denn den Flug nach Amerika wollte ich so oder so machen. 

Und dann, am 6.11.2022 war es soweit: Ich stand in Campo ganz im Süden Kaliforniens an der mexikanischen Grenze und…..begann, den PCT, den Pacific Crest Trail zu wandern. Mit nur einer Woche Zeit war natürlich klar, dass ich nicht Gefahr laufe, in der High Sierra im Schnee stecken zu bleiben. Doch auch 400 km südlicher von Kennedy Meadows, noch dicht am Rand der riesigen Mojave-Wüste, gab es drei Tage zuvor Schnee am Lake Morena. 
Aber der Start in Campo war bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Wandertemperaturen. Und zu viel darf man von der späten Jahreszeit ja auch nicht erwarten.

06.11.2022 Campo an der Mexikanischen Grenze - der PCT Anfang

Heute werde ich also mein Micro-PCT-Abenteuer beginnen und mein Rucksack ist mit 5l Wasser und Essen für die kommenden 3 Tage jetzt ca. 11/12 kg schwer...also definitiv wird das eine harte Nuss, wie Andrea so sagt, die ich da knacken muss. Doch ich denke und hoffe: Wenn auch mit ordentlich Gewicht, so es wird mit jedem Schritt auf dem Trail leichter werden und nach einer Woche spüre ich den Backpack vielleicht kaum noch ... irgendwann verwächst man ja mit dem guten Stück.  Heute Morgen habe ich mir als letzte Stärkung noch ein „verbotenes amerikanisches Frühstück“ gegönnt. Warum verboten? Nun, weil hier alles noch einmal (viel) mehr Kalorien hat wie in Deutschland. Aber da denke ich mir, dass die sich ganz schnell wieder verbrauchen werden, wenn ich erst einmal auf dem Weg bin.

Und weil ich am Ende meines ersten Camino auf dem 0 km-Stein mit einem Adlerbild den Weg beendete, habe ich den PCT auch mit einem Adlerbild begonnen. The Eagle is ready to fly again!

Früher Abend: Also ich war und bin so glücklich, hier sein zu können, dass ich die ersten Meilen oft angehalten habe, weil ich an den großen Thymianbüschen mich nicht satt schnuppern konnte und oft mein Handy rausholte und Fotos machte, weil ich ganz verzaubert von der Landschaft bin. Hinter fast jeder Kurve gab es etwas Neues zu entdecken...also mir geht's gut und meine Entscheidung, um 16 Uhr bei Meile 7,4 mein Zelt aufzustellen, war genau richtig. Pünktlich um 17 Uhr fing es an zu regnen...ich war gerade fertig mit meinem ganz leckeren Abendessen und beim Zähneputzen. Schnell ins Zelt und in den warmen Schlagsack gekuschelt. Jetzt, um 17:30 Uhr, ist es bereits tief nachtdunkel und nun werden mich die zarten Regentropfen ganz leise in den Schlaf säuseln.

Ach ja, fast vergessen: Direkt am Southern Terminus des PCT traf ich Easy. Er ist einer der Wenigen, die den 4625 km langen Pacific Crest Trail nicht von Süden nach Norden durchwandern. Er ist stattdessen oben in Canada gestartet und kam just an dem Tag am südlichen Ende an, an dem ich gestartet bin – was ein seltener Zufall.


09.11.2022 Mount Laguna - endlich wieder WLAN für ein paar Nachrichten vom Trail

Ich bin gerade in Mount Laguna angekommen und habe mir einen warmen Burger mit wirklich krossen Pommes verspeist - obwohl ich gar nicht der Pommes Fan bin, aber Hauptsache, es ist warm...hier ist es nämlich a...kalt.
Der Trail ist wunderschön! Wenn es nicht gerade in Strömen regnet und eisig kalt stürmt, kann es ein Wandervergnügen sein. Doch alles sind Geschenke des Lebens. Ich lerne hier jeden Tag und wachse. Auch wenn ich keine Meilen schrubbe, bin sogar eher langsam unterwegs. Spätestens gegen 16 Uhr muss ich außerdem meine Campsite gefunden haben, ab da fängts hier an zu dämmern und ab 17 Uhr ist es fast zu spät, ohne Kopflampe noch etwas zu sehen, geschweige denn ein Zelt aufzubauen. Auch das ist ein Grund, warum ich nicht so viele Meilen schaffen kann wie diejenigen, die im Frühjahr hier starteten – der Tag hatte da einfach mehr Stunden „Wanderlicht“.

Unwetternacht am 7./8. November

Vorgestern habe ich mich ab 12 Uhr durch einen eisigen Regen den Anstieg hochgekämpft und an die Worte eines Freundes gedacht, der dieses Jahr in seinen Urlauben das Schietwetter gebucht hatte.
Da kommen so bei mir Gedanken auf, was ist eigentlich schlimmer: heiße Sonnenstrahlen von oben oder Nässe mit Kälte von allen Seiten...irgendwie bedeutet beides am Berg, dass man durchhalten muß. Habe in Gedanken mir zugemurmelt: Weitergehen und nicht aufgeben, es ist nur Wetter, das ändert sich auch wieder…

Als ich dann gehen 15:30 in Lake Morena völlig durchgefroren und durchnässt angekommen bin (es regnete weiter ununterbrochen. Die Amis würden dazu sagen, es würde Hunde und Katzen regnen während wir bei diesem Wetter keinen Hund vor die Tür schicken würden) stand ich da an der PCT-Campsite und….ohne Registrierung beim Ranger kein Bleiberecht.

Ich musste also den Weg weiter durch die schon zu Bächen angeschwollenen Campstrassen tappsen und habe die Rangerstation gesucht. Da angekommen - es war 16:15Uhr – fand ich nur noch verschlossene Türen vor. Kein Ranger in Sicht! Bei dem Sauwetter hatte der sich bestimmt gedacht, heute kommt sowieso keiner mehr vorbei und hat sein Office einfach dicht gemacht...schade, um meine Zeit, die ich unnütz gelaufen war, denn die Dämmung setzte ja bereits ein.

Ich war jedoch so gefroren, dass ich meinen Rucksackverschluss kaum aufbekommen habe, weil ich in meinen Fingern fast kein Gefühl mehr hatte.

Ich dachte nur noch: Irgendwie muß ich wieder warm bekommen. Also, ab in das Women-Camping-Sanitärgebäude, die Dusche und meine Quarters gecheckt und ab unter das heiße Nass. Die Dusche wurde zu einer 8-Minuten Oase für mich. Eher versehentlich, denn ich dachte, ich hätte 4 Quarters für 4 min Duschen in den Kasten werfen müssen. Naja, so kann es einem ergehen, wenn man sich mit dem amerikanischen Hartgeld nicht richtig auskennt. Acht Minuten duschen - daheim hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt bei den derzeitigen Wasserpreisen. Aber an diesem Abend haben mein Körper und ich die 8 min offenbar gebraucht, denn danach war mir wieder warm und ich wieder ein Menschenkind und kein schlotternder Schloßhund.

Ich dachte, ok, schnell die Regensachen drüber und zur PCT-Campsite und Zelt aufbauen, Ranger hin oder her. Die werden mich schon nicht gleich einbuchten, falls noch jemand kontrolliert.

Die Dunkelheit war schon fortgeschritten und ich kämpfte jetzt gegen Regen, Wind und Ultraleichtzelt...eine halbe Stunde, es war aussichtslos, bei diesem Sturm allein auf Erfolg zu hoffen. Der Wind zerrte an dem jeweils anderen Eck, an dem ich versuchte, das Zelt aufzubauen.

Fast verzweifelt sammelte ich die Zelttüte zusammen, schnappte mir mein inzwischen ultranasses Backpack und übte mich im Rivercrossing zurück zum Sanitärgebäude. Alles ziemlich blöd, sagte ich mir, doch besser wird's nicht und hier hast du wenigsten ein festes Dach übern Kopf. Also versuchte ich es irgendwie hinzubekommen, bei Dauerlicht hier zur Ruhe zu kommen. Der Campingplatz war ja ziemlich leer, nur ein paar vereinzelte Wohnmobile, die haben ja gewöhnlich ein WC an Bord und vielleicht habe ich ja Glück, dass Niemand kommt.
Zugegeben, wohl war mir nicht dabei. Was ich da machte, war äußerst unerlaubt, für mich aber die einzige Wahl...nun ja, ruhig und entspannt geschlafen habe ich nicht. Um 2:30 kam eine ältere, sehr langsam gehende Amerikanerin, die mich aus dem Schlaf riß. Nun ja, ich erklärte mich, sie wünschte mir nach ihrem Toilettengang noch „Good Night“, dann war ich wieder mit mir und den hellen Lampen über mir alleine...die gedankliche Verbindung zum einem Stasie-Knast war nicht ganz unbegründet.
Ich versuchte wieder mental zu entspannen, was mir nach ca. 1 h dann auch gelang. So konnte ich noch bis ca. 6:30 Uhr schlafen.

Bis fast Mt. Laguna (8./9. November)

Die größte Überwindung wartete auf mich, als ich gestern nach der unruhig durchschlafenen Nacht in die nassen kalten Socken und Schuhe steigen musste. So kann's also auch gehen, dachte ich mir, doch auch dankbar, für das recht ungewöhnliche Shelter während der vergangenen stürmischen Nacht.

Nun bin ich heute erst gegen 7:30/ 8:00 Uhr losgelaufen, mit Sonne und Wolken über mir und vielen Pfützen auf dem Trail...alles gut, die schöne Landschaft und das Telefonat mit Andrea mit ihrer Erfahrung aus ihrem 2022er PCT-Thruhike haben mich aufgebaut.
Rückblickend habe ich bei dieser Aktion auch gelernt, ich muss mir das Zusatzgestänge besorgen, was mein Zelt selbststehend macht, damit ich auch im Sturm klarkomme.

Bis Mount Laguna hatte ich es gestern nicht geschafft. Mit der Klasse-App FarOut checkte ich die Campsites und auch meine Zeit, denn bis 16 Uhr hatte ich mir zum Ziel gesetzt, eine Campsite gefunden zu haben. Ich brauche die Zeit zum Aufbau und Essenmachen, bevor es zu dunkel wird. Irgendwo hatte ich dann den Zeltplatz auf einem Bergkamm gefunden. Mit Sonnenuntergangstimmung - perfekt, was wollte ich mehr?! Habe meinen Plan durchgezogen und um 17:15 war ich bereit für einen erholsamen Schlaf. Der war mir allerdings nicht vergönnt. Denn die halben Nacht mit Eiseskälte und Schneekristallen, die auf mein Gesicht rieselten, zerrte der Wind so heftig an meinem Zelt, das  mich ein Gedanke zu sehr beschäftigte: kann das Leichtzelt das überhaupt aushalten und schafft es durchzuhalten?!

Ich kuschelte mich in meinen Zweifachschicht-Daunenschlafsack und war so dankbar, dass ich aus Gewichtsgründen nicht auf den leichten Innenschlafsack verzichtet hatte. Er und all meinen Sachen zum Anziehen, die ich dabei hatte, haben mir die Wärme gespendet, die lebenswichtig für mich war.

Um 6:30 Uhr bin ich dann am nächsten Morgen losgelaufen, nachdem ich meine Sachen im Rucksack hatte. Dabei hatte ich noch immer 5 Schichten Kleidung am Oberkörper und 3 Lagen an den Beinen an und auch die Handschuhe, die ich auch nachts gebraucht hatte. Eines ist nun klar: Hier in Südkalifornien ist es Herbst...eindeutig!

Der Weg wird trotzdem, oder gerade deshalb von mir genossen. Die weiten Ausblicke und Landschaften sind für mich ganz besondere Geschenke und ich genieße und nehme alles, wie es kommt. Eines ist mir schon nach den wenigen Tagen klar geworden: falls es im kommenden Jahr einen Long-Distance-Trail geben wird, muss ich definitiv mehr in den Bergen üben...also für mich heißt das dann im Harz...der PCT-Trail geht schon hier im Süden ordentlich hoch und runter und ich als Flachlandtiroler habe so meine Mühe. Auch das ist eine gute Erkenntnis und wichtige Information für mich.

Jetzt aber wartet die nächste Nachtplatzsuche auf mich und ich werde mir dieses Mal eine windgeschützte Ecke suchen.


14. November 2022 - Zurück in der Zivilisation

Ich kann es kaum glauben, dass nur eine Woche vergangen ist, seit ich mein Microabenteuer begonnen habe. Wie ich hoffte konnte ich meinen PCT-Kurztrip nach 106 Meilen (170 km) am Eagle Rock bei Warner Springs beenden. 

Im Moment bin ich vom PCT noch so verzaubert, daß ich das Gefühl habe, mehrere Wochen unterwegs gewesen zu sein. Magisch waren für mich vor allem die Sonnenauf- und -untergänge und der Blick in die unendlich weite Landschaft. Auch diese Momente, wenn ich mich auf dem schmalen Trail den Berg hochgekämpfte und sich dann hinter der nächsten Biegung ein Panorama eröffnete, das mich sprachlos und auch demütig machte. Da kamen dann Gedanken auf, was für ein Glück ich habe, dass ich auf dieser Welt sein darf und diese besondere Schönheit und Vielfältigkeit so nah erleben und genießen kann. Jeder meiner mühsamen Schritte auf einem ansteigenden Pfad, bei denen der Rucksack sich durch die 4-5 Liter Wasser so verdammt schwer anfühlte, wurde leichter bei diesem Blick in die unendliche Weite. Mit jedem meiner Schritte fiel ein Stückchen Enge ab, eben dies oder das, was einem im zivilisierten Alltag manchmal auch zu schaffen macht. Der Blick in die helle Weite macht mich innerlich frei, glücklich und zufrieden. Wenn ich laufe, dann hat das Geräusch meiner Schuhe auf dem sandigen oder auch steinigen Trail, mit jedem Kilometer oder jeder Meile, auch etwas Meditatives...ich bin da schnell in meine Gedanken versunken und meine Augen suchen oft den Blick ins Weite, weil es leicht macht und ich muss bei all den schönen Weltgeschenken Acht-geben, nicht zu stolpern. Denn es wäre nicht gerade von Vorteil, wenn es bei all der zu bewundernden Schönheit dann von einer Sekunde zur nächsten den Abhang runter gehen würde! 

Der Weg ist auch irgendwie wie ein Spiegel des Lebens... er kann so viel Frohsinn geben, aber auch große Dramatik verursachen. Vorgestern bin ich auf der Etappe von Mount Laguna nach Julien auf einem Trail-Stück gelaufen, das über eine fast senkrecht abfallende Felswand führt, jedoch auch einen wunderschönen Blick in die weite Ferne ermöglicht. Wenige Meter weiter entdeckte ich die erste Gedenktafel für einen Mann, der die große Liebe und ein Kämpfer für jemanden gewesen war – unvergessen und doch offensichtlich tot. Später erschienen noch andere Tafeln und ich wusste ja eigentlich nichts über die Geschichte dieses Stückchen Weges auf dem PCT, doch mich machten diese Meilen sehr betroffen. Das Schöne lag ja so nah neben dem Tragischen. Ich dachte an die ehemalige Englischlehrerin und den Sportlehrer meiner Tochter, die in diesem Jahr in den Osterferien in den Alpen beim Wandern abgestürzt und tödlich verunglückt sind...beides so wertvolle Menschen. Und hier schien es einige Menschen hinzuziehen, die gewollt ihr Leben aufgaben und sich in diese Schlucht stürzen - mit diesem unglaublichen Panorama. Es ist rückblickend für mich ein Stückchen PCT, das trotz der Schönheit im Kontext mich sehr traurig und betroffen gemacht hat...

Umso bewusster versuchte ich mich wieder den besonderen Geschenken zuzuwenden, die der PCT brachte und mir jeden Tag von Neuem zeigte...und damit hat er mich in 7 Tagen verzaubert...


Abschluß am Eagles Rock -->


15.11.2022 Tag der Permit Vergabe für 2023 

Heute werden die Plätze vergeben für die PCT-Class 2023. Leider habe ich erst 2 Minuten vor dem Ende der Vergabezeit einen Slot zugeteilt bekommen. 2 Minuten, in denen sich entscheiden soll, ob meine Planung für 2023 noch steht oder ich mir etwas anderes überlegen muß.   

Und um es vorweg zu nehmen: Noch vor diesem Termin waren alle Plätze (50 pro Tag von Mitte April bis Mitte Juni) vergeben. Es war wie ein Schlag in die Magengrube, als deutlich wurde, dass ich keine Chance haben werde, einen Platz zu ergattern. Es fühlte sich auch unfair an, denn ich konnte nichts dagegen machen oder ändern. Bis auf eine kleine Chance bei einem Nachtermin im Januar ist für mich der PCT 2023 gelaufen.   

Das war ein ziemlicher Tiefpunkt meiner Stimmung, denn wie zauberhaft hatte mich doch der PCT schon gefangen genommen. Hatte mir bereits zwischen Hitze, Unwetter, Steigung und scheinbar endloser Weite etliches abverlangt und doch nur die Vorfreude gesteigert auf mehr von ihm. 

Nun muß ich sehen, ob ich den Januartermin tatsächlich wahrnehme oder das Jahr 2023 umplane. Denn mit diesem späten Termin wird ja auch alles Nachfolgende in eine sehr kurze Zeitspanne gepresst.