Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich! (ab 2020)

Licht, Stimmungen, Momente, Bilder, Augenblicke

Eigentlich steht die Fotografie im Mittelpunkt dieser Seite. Die Naturfotografie im Besonderen. Um die Natur in ihrer Vielfältigkeit zu erleben, muß man hinaus in die Welt. Mit dem Wohnmobil, mit dem Auto, manchmal auch mit dem Flugzeug. Die Wanderungen und Reisen sind also „nur“ Grundlage dafür, dass man eine Vielzahl an Landschaften, eine Vielzahl an „Kleinen Wundern“ fotografieren kann. So entsteht mit der Zeit eine individuelle und besondere Sammlung an Motiven.  

Diese Seite soll ein paar Beispiele zeigen, was sich so im Laufe der Zeit angesammelt hat. Allerdings umfasst das Bilderuniversum nur die Zeit nach etwa 2006 – denn erst ab da waren Digitalkameras so gut, dass die Bilder denen aus der „Vor-Digitalen Zeit“ ebenbürtig wurden. Eine der besten Bridgekameras damals, die Sony DSC Cyber-Shot 828, punktete mit 8 Megapixeln und war ein idealer Ersatz als Reisekamera für die in die Jahre gekommene Spiegelreflex mit Rollfilm. 

  

Zeit fließt, ununterbrochen. Mal quälend langsam und manchmal zerrinnt sie uns unaufhaltsam zwischen den Fingern. Fotos sind Momentaufnahmen, die die Zeit still stehen lassen. So haben wir als Betrachter die Möglichkeit, uns Zeit zu nehmen. Zum Betrachten des Bildes und manchmal, um uns verzaubern zu lassen.

Ein paar Beispiele nur

Betrachtungen zur Fotografie

Die Fotografie ist wie das Einbrechen in einen flüchtigen Moment.In einer Hundertstelsekunde wird das Werk erschaffen, welches für das menschliche Auge zu kurz währt, als daß es von ihm vollständig wahr genommen werden könnte.Man sieht ein Gesicht, gestreift vom leichten Flügelschlag des Glücks, dem schwarzen Tüll der Traurigkeit, mit der Sehnsucht eines Wunsches oder dem Ausdruck des Bedauerns - so flüchtig, dass man ohne die Fotografie nichts davon geahnt hätte.

Die Zeit stoppt und die Bewegung gerinnt zu verblüffender Starrheit: Wenn die Zeit aufhört zu vergehen, wird ein Wassertropfen zum unvergänglichen Diamanten.Herunter gerissen wird der Schleier der Vergänglichkeit von Dingen, Menschen, Gesichtern. Die unfreiwillige Geste, ein flüchtiger, sofort wieder vergessener Ausdruck, wird vollkommen bloßgelegt.

Eine gute Fotografie kompromittiert immer. Sie enthüllt stets ein Geheimnis. Etwas, das einem gar nicht gehört und das man doch selbst war.Auf immer ist dieser Moment festgebannt, unserem Blick ausgeliefert. Für den Fotografierten war es nur der Bruchteil zwischen zwei Herzschlägen.Losgelöst vom einfachen Verlauf des Daseins wird dieser vergehende Moment zum Inbegriff unseres innersten Wunsches nach Unsterblichkeit.

Der Verschluß einer Kamera wirkt wie ein Fallbeil, das die Zeit abhackt, planlos Gesten, Reflex und Mimik festhält, vorher nicht existierend und nicht hinterher, aber für immer fixiert in einem Bild.

Faustregeln für ein besseres Bild

Nicht als abschließende Abhandlung über das Fotografieren zu sehen ist diese kleine (und inzwischen in die Jahre gekommene) Zusammenstellung von Tipps. Aber es ist damit leicht für Gelegenheits-Fotografen, bessere Ergebnisse zu erzielen.

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Wiese – Lebensgemeinschaft auf Zeit

Christian Morgenstern dichtete 1897 das Folgende:

Butterblumengelbe Wiese,
sauerampferrot getönt, -
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!

Wiese ist alljährliche Auferstehung des Lebens nach dem Winter. Aus braunen, kahlen Flächen, spärlich nur von immergrünem Gras bedeckt, explodiert das Leben in jedem Frühjahr. Eine Naturwiese beherbergt eine so große Vielfalt an Pflanzen und Tieren wie kaum ein anderer Biotop. Zunächst sind es die Frühblüher, die schon kurz nach der Schneeschmelze ihre Blüten der stärker werdenden Sonne entgegen recken. Und im Mai beginnt dann die große Vielfalt. Den ganzen Sommer über weichen verblühte Pflanzen denen, die nach ihnen kommen. Bis in den Herbst hinein leuchten die Farbtupfer - bis dann die ersten Winterfröste dem Leben wieder Einhalt und Rückzug gebieten.
Wiese heißt auch, sich bücken zu müssen, um die kleinen Wunder zu sehen. Spinnenräder zwischen grazilen Graßhalmen, bunte Heupferde in den Pflanzenpolstern, bodennahe Etagen bewohnende Käfer und Schmetterlinge, die flatternden Träumen gleich von Blüte zu Blüte schweben.

Wann haben Sie das letzte Mal in einer Wiese gelegen und die kleine Welt um sich herum betrachtet?