• Die Mandeln der letzten Saison

  • Am Friedenskreuz - Aussichtspunkt

  • Brutröhren in der Sandgrube

  • Im Dünbachtal

Jakobsberg bei Ockenheim / Bingen

Im Oberrheingraben liegt am nördlichen Ende das Alzey Hügelland oder großräumiger das Rheinhessische Hügelland. Vor allem östlich der A61 zwischen Alzey Kreuz und Bingen erheben sich flache Plateauberge gute 100 bis 200 Meter über die umgebende Landschaft.

An ihren steilen Hängen dominiert fast ausschließlich der Weinanbau, während die trockenen, lösshaltigen Böden der Hochflächen landwirtschaftlich genutzt werden. Bei Gau-Bickelheim lädt der Wißberg, bei Zotzenheim das Zotzenheimer Horn und  bei Ockenheim der Laurenzberg zu einer Wanderrunde ein.

Die hier beschriebene, abwechslungsreiche Wanderung beginnt am Ortseingang von Ockenheim. Sie führt zunächst durch Weinberge den Rundweg „Schönhölle und Spelzenberg“ entlang. Vorbei an einer großen Weinpresse (weithin sichtbar) und einer Hütte erreicht man schließlich den Anstieg. Hier geht es nach links den Kamm hinauf Richtung Friedenskreuz. Durch niedriges Gebüsch und offene Trockenrasenflächen steigt man im Naturschutzgebiet rund 80 Höhenmeter hinauf. Die Flächen zwischen den Büschen werden recht aufwändig freigehalten, damit sich eine offene, artenreiche Landschaft ergibt.

Vom Friedenskreuz hat man eine herrliche Rundumsicht Richtung Bad Kreuznach und dem Nahedurchbruch, aber auch Richtung Hunsrück und Taunusausläufer bei Bingen.

Die folgende Wegstrecke geht zunächst an der Hangkante entlang und – folgt man dem GPX-Track - durch eine ehemalige Sand- und Kiesgrube. Der Ausflug lohnt sich, denn die Grube ist ein kleines Naturparadies.

Zurück auf dem Hauptweg geht es geradewegs wieder in den Kiefernwald. Am Umkehrpunkt (Bergsporn) hat man von einer Bank herrlichen Ausblick Richtung Süden und in das darunter liegende Tal.

Kurz durch den Wald wieder hindurch erreicht man schließlich einen großen betonierten Parkplatz. Doch alsbald ist man wieder auf einem erdigen Wirtschaftsweg und steigt hinab ins Dünbach-Tal. Eine recht wilde Natur bedeckt den Waldboden und Rinder weiden hier im bisweilen sumpfigen Talboden.

Man kann nun so weit hinaus gehen aus dem Tal wie es Zeit und Lust zulassen. Den Rückweg erreicht man durch die Weinberge und zwei Taleinbuchtungen. Schließlich steht man am Johannisberger Türmchen mit dem Weitblick Richtung Norden bis zum Niederwald-Denkmal.

Nur wenige Hundert Meter weiter kommt man durch einen Tunnel aus Weinreben zum Kloster St. Jakobsberg (Bildungswerk) mit der kleinen Nothelfer-Kapelle.

Bequeme gehen nun oberhalb der Hangkante weiter bis zum Friedenskreuz – oder man läuft die Strasse hinab Richtung Ockenheim und zweigt dann ab in die wilde Natur des Naturschutzgebietes Jakobsberg. Ein schmaler Weg führt einen zurück zum Aufstiegsweg Richtung Friedenskreuz und dann hinunter zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Länge (GPX): 12,4 km, kann aber auch ausgedehnt werden Richtung Gau-Algesheim (Dort gibt es auch eine schöne Wanderung bis hinauf zum Bismarckturm mit dem Tiger-Zoo).