Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich!

Der Weg nach Norden

Von Deutschland aus gesehen ist das Nordkap ein lohnendes Ziel. Ist es doch der nördlichste mit dem Auto erreichbare Punkt Europas. Doch auf dem Weg dorthin warten so viel faszinierende Landschaften, historische Bauten und wunderschöne Wanderwege auf einen, dass es sträflich wäre, an ihnen allen vorbei zu fahren, nur um das alljährliche Ziel tausender Touristen schnellstmöglich zu erreichen.

Eine Fahrt zum Nordkap beginnt mit der Planung. Wer gerne Südschweden mit bereisen möchte, kann bald von Puttgarden nach Rödby per Brücke und Tunnel fahren – noch sind es Fähren, die einen nach Dänemark bringen. Alternativ kann man auch an Flensburg vorbei nach Kolding fahren und dann Richtung Kopenhagen. Die Große Belt Brücke (Storebæltsbroen) kombiniert einen unterseeischen Tunnel mit einer 1648 m langen Spannbetonbrücke, die sich faszinierend über das flache Wasser zwischen Dänemark und Schweden spannt. Die Maut für diese Strecke entspricht in etwa der einer Fährüberfahrt.
 Auf schwedischer Seite wartet die Großstadt Malmö mit ihren Industriegebäuden auf einen. In weitem Bogen führt die Autobahn um die Stadt selbst herum.

Dritte Möglichkeit zur Anreise ist die Fahrt bis in den Norden Dänemarks. Von dem großen Hafen „Frederikshaven“ aus fahren täglich etliche Fähren hinüber nach Göteborg in Schweden. Dreieinhalb bis vier Stunden dauert die Überfahrt, bis die großen Fähren im fjordartigen Hafen von Göteborg anlegen.


Die Fahrt nach Norden in Schweden

Wer nun schnell erst einmal nach Norden will, der wird auf beiden Routen zunächst einmal hinüber fahren nach Stockholm an der Ostküste. Von hier aus leitet eine sehr gut ausgebaute Straße (E10) über Hudiksvall und Umea nach Norden. Es ist vermutlich die schnellste Möglichkeit, um binnen zwei, drei Tagen weit in den Norden zu kommen, ohne täglich zu lange fahren zu müssen.

Eine Alternative dazu bildet der „Inlandsveien“, der zwar etwas mehr Zeitaufwand bedeutet, aber landschaftlich sehr beeindruckend ist. Ihn erreicht man über Östersund an der E45.
 Der Inlandsweg führt als breites, wenig befahrendes Asphaltband durch eine häufig sehr einsame Landschaft. Nur wenige Dörfer, Weiler und Städtchen unterbrechen die Fahrt durch endlose Wälder, vorbei an blauen Seeaugen und durch harsche Gebirgslandschaften. Dass man schließlich 500 km weiter im Norden ist, merkt man vor allem an der Höhe der Bäume. Startet man in Östersund mit über 15 Meter hohen Fichten, so sind sie am Zielpunkt in Jokkmokk nur noch etwa 3-5 Meter hoch. Jokkmokk ist das Zentrum der Kultur der Lappen. Doch inzwischen ist das Wanderleben der Samen mit ihren großen Rentierherden weitgehend erloschen. Nur noch wenige Menschen machen sich auf die beschwerliche, jährliche Wanderung.

(Hier geht es zu der direkten Variante Richtung Norden)

Einige zig Kilometer weiter trifft man auf die Straße (E10), die von der Ostseeküste heraufkommt. Kurz nach Lulea biegt man dort Richtung Kiruna ab. Beide Anfahrtmöglichkeiten (E5 und E10) vereinen sich in der Stadt Gällivare. Der Polarkreis liegt hier bereits 70 km hinter einem und man befindet sich in der subarktischen Klimazone. Wer früh im Jahr unterwegs ist, findet daher auf dem Weiterweg Richtung Kiruna häufig noch viel Schnee und Reste von zentimeterdicken Eisplatten, die sich am Rand der Seen stapeln können.

Kiruna ist eigentlich vor allem eines: Ein Zentrum für Eisenerzabbau. Das sieht man der nüchternen Stadtkulisse auch an. Das Bergwerk bietet die Möglichkeit an, mit einem Besucherbus tief in den Berg hinein zu fahren. Um auch weiterhin das sehr eisenreiche Erz abbauen zu können, wird die Stadt bis 2040 vollständig um 5 km verlegt. Sie steht derzeit auf dem größten, noch unerschlossenen Erzvorkommen.

Die Straße nach Narvik in Norwegen begleitet die 1903 vervollständigte Eisenbahnstrecke (Ofotbanen) von Lulea an der Ostseeküste bis nach Narvik an der Nordatlantikküste. Durch eine menschenleere, baumlose Hochebene erreicht man den Aussichtspunkt Torneträsk am gleichnamigen See. 60 km lang fährt man entlang des hochgelegenen Sees mit winterlichen Temperaturen bis -30°C. Selbst im Sommer wird es selten über 15°C warm und so ist man froh, diese weite, offene Moor- und Heidelandschaft am winzigen Ort „Rigsgränsen“ auf etwa 550 m Höhe wieder zu verlassen.

Von nun an geht es nur noch bergab. Auf weniger als 30 km durchquert man Norwegen vom Gebirge hinab und erreicht den Nordatlantik am Ofotfjord. Der beeindruckende Verschiffungshafen für Millionen von Tonnen Eisenerz liegt im Zentrum der Stadt Narvik, mit 22.000 Einwohnern eine der großen Städte hier im bereits Hohen Norden.
 Der große Hafen und die Grube in Kiruna waren im Zweiten Weltkrieg Anlass genug, dass Deutschland Narvik und Kiruna besetzte, um an das strategisch wichtige Eisen heran zu kommen. Von dieser Besatzungszeit zeugen noch heute Erinnerungen im Kriegsmuseum – Vorbehalte gegenüber Deutschen gibt es aber nicht mehr.

Mit dem Erreichen von Narvik trifft man nun auch auf die berühmteste Straße zum Nordkap: der E6. Sie ist die einzige durchgehende Straße von Oslo bis zum nördlichsten Punkt des Landes und durchquert zahllose Landschaften. Doch davon später mehr – auf der Rückreise Richtung Süden.


Lofoten und Vesteralen

Narvik darf man getrost als Tor zu den Lofoten betrachten. Zwar sind es noch etliche Kilometer über die vorgelagerten Inseln, bis man mit Sortland den Hauptort der Lofoten erreicht. Wunderschön spannt sich eine der typischen norwegischen Bogenbrücken über den Sortlandsundet. Südlich davon erhebt sich der höchste Gebirgsstock der Lofoten. Mächtige 1262 m steigt der Møysalen aus dem Meer auf und wirkt wie ein Riegel. Besonders eindrucksvoll ist dieser Blick, wenn man auf dem Weg zu den Vesteralen einen Kilometer nach der Brücke zurückschaut.

Hier an der Brücke hinüber nach Sortland teilt sich der Weg zurück nach Süden über die Lofoten und der Weiterweg nach Norden über die langestreckte Insel Andøya, dem nördlichen Teil der Vesteralen. Doch zuvor sollte man in Sortland nach Norden abbiegen und die etwa 50 km nach Stö fahren. Zunächst geht es nach Myre. Hier gibt es von der Tankstelle bis zum Supermarkt alles, was der Reisende braucht. 

In Myre heisst es sich entscheiden – und wer Zeit hat, besucht am besten beide Orte. Nach Westen geht es – immer dicht am Meer entlang zu dem extrem einsam liegenden Fischerort Nyksund. Unter einer mächtigen Felswand entlang erreicht man zuletzt einen Parkplatz vor dem Ort. Man sollte hier seinen Wagen abstellen und die kleine Ansiedlung zu Fuss erkunden. Bis 2000 war der ehemalige Fischerei-Hafen mehr ein Geisterdorf. Die Anlagen im durch einen Steinwall geschützten Hafen verfielen und nur wenige Studenten und Aussteiger lebten im Sommer in den baufälligen Holzhäusern. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Vor allem, seit dem ein Wassertaxi Nyksund mit Stö, dem anderen Ort an der Nordspitze von Langøya, verbindet. So kann man den anstrengenden Wanderweg „Königinnenweg“ zu einer wunderschönen Küstenwanderung vereinfachen. Seitdem zieht es immer mehr Touristen in das traumhaft gelegene Dorf.

Von Myre kann man auch an der Ostküsten Langøyas weiter Richtung Stö fahren. Durch eine wilde Landschaft mit weiten Moorebenen, einer Brücke über einen breiten Sund, der bei Ebbe trocken fällt, geht es weiter nach Norden. Schließlich erblickt man die nach allen Richtungen gut sichtbare Kugel einer Radarstation auf dem Berg über dem lebendigen Fischerei- und Touristenort Stö. Wer nicht die teuren Waalbeobachtungstouren von Andalsnes aus machen will, kann von hier mit einem umgebauten Küstenkutter nach Norden zur Waalbeobachtung fahren. Die Strecke ist erheblich länger zu dem Ort, wo Tiefenwasser am Kontinentalschelf aufsteigt und den Walen reichlich Beute verspricht. Die Ausfahrten dauern daher einen ganzen Tag!

Direkt am Fuß des Berges, der die Nato-Radarkuppel trägt, beginnt einer der schönsten Wanderungen der Vesteralen, der Königinnenweg. Vom Hafen aus geht es entweder zunächst nach Westen zu einer Badesandbucht (für die Harten) und dann über einen Bohlenweg weiter Richtung Nyksund. Oder man steigt gleich steil hinauf zu der Radarkuppel. Da es ein Rundweg ist, bleibt es jedem selbst überlassen, was er zum Ende seiner Wanderung bevorzugt. Der Weg führt über einen hufeisenförmigen Gebirgskamm und entlang der Küste mit der Option, nach Nyksund abzusteigen. Unterschätzen darf man den Weg nicht, denn einer der Aufstiege entlang einer Felskante ist teilweise versichert. Man braucht keine zusätzliche Ausrüstung, aber Schwindelfreiheit sollte man mitbringen.

Eine grandiose Aussicht ist bei schönem Wetter gewiss – die Berge Richtung Landesinneren bilden eine faszinierende Wand. Nach Westen glänzt endlos der Atlantik, denn das nächste Festland ist Grönland, 1.500 km entfernt.

Zurück in Sortland hat man eventuell Glück, eines der Hurtigruten-Schiffe zu sehen, wie es unter der Bogenbrücke hindurch Richtung Süden zu den Lofoten oder Richtung Norden nach Tromsö fährt. Nach der Brücke biegt man nach Norden ab Richtung Andalsnes.

Bei Dragnes geht es mit einer weiteren Bogenbrücke auf die nördlichste Insel der Vesteralen, Andöya. Man sollte keinesfalls der Fv82 an der Ostküste folgen, sondern auf die Atlantikseite wechseln. Immer dicht an der Küste entlang geht es durch eine beeindruckende, abwechslungsreiche Landschaft. Flache, landwirtschaftlich genutzte Flächen mit steil aufragenden Felswänden dahinter, Sanddünen und Vogelfelsen wechseln sich ab. In Bleik gibt es direkt hinter dem Ort eine Felswand, in der Möwen brüten. Der Lärm ist durchaus beachtlich – leider wird auch hier die Anzahl brütender Vögel jedes Jahr weniger. Dasselbe werden wir später noch auf der Vogelinsel Runde viel weiter im Süden erleben.

Den aktiven Vogelfelsen Bleiksøya kann man nur per Boot erreichen (es gibt organisierte Ausflüge).

Bevor man Bleik erreicht, sollte man jedoch von der Strasse abbiegen zu dem Ort Stave. Man kann die Strasse in der kleinen, lockeren Ortschaft bis zu ihrem Ende durchfahren. Ein kleiner Parkplatz markiert den Anfang einer sehr schönen Wanderung zu einem traumhaftschönen Strand unter dem Matinden, einer 408 Meter hohen Steilklippe. Sie erreicht man über zwei Wege (der eine führt vom Strand aus entlang eines Baches sehr steil bergauf, der andere führt vom Parkplatz aus ebenfalls sehr steil, aber gut markiert hinauf auf die Hochfläche. Der Ausblick von oben ist berauschend. Der Strand zu Füssen der Steilfelsen lädt dagegen zum Seelebaumeln lassen ein.

Entlang der Westküste erreicht man unter den Steilflanken des Andhauet die Raketenbasis von Andenes. Vor Erreichen der Stadt an der Nordspitze von Andøya sollte man nach Süden abbiegen. Etwa einen Kilometer nach der Gabelung biegt rechts eine Zufahrtstrasse zu einem militärischen Lauschposten ab. Man kann hier parken und folgt der Zufahrtstrasse bergauf. Nach etwa 100 Höhenmeter biegen Wegspuren nach rechts ab. Sie führen zu der 288 m hoch gelegenen Funkmarkierung des Flugplatzes von Andenes am Felsgrat des Andhauet mit einem grandiosen Rundumblick über Andenes mit seinem markanten Leuchtturm und den weiten Schwemmlandflächen im Osten Andøyas. Ein absolut lohnender Abstecher.

Andenes hatte 2019 noch immer den Charme einer Zwecksiedlung. Fertighäuser reihen sich aneinander und die Strassen sind zum Teil noch immer unbefestigt ohne echte Bürgersteige. Der Polarkreis befindet sich 300 km weiter südlich und im Winter wird es hier nie richtig hell. Dann ist Adenes Ausgangspunkt für die Fischereiflotte. Im Sommer dagegen kann man von hier aus täglich Walbeobachtungstouren buchen. Eine Garantie gibt es zwar nicht für ein Fluken-Foto, aber die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch.


Von Andenes auf die Insel Senja

Es kommt auf das Wetter drauf an, ob man sich viele Hundert Kilometer ersparen kann, um von Andenes nach Senja zu kommen. Denn die relativ kleine Fähre kann nur bei nicht allzu hohem Wellengang die Überfahrt wagen. Bei schlechtem Wetter kann es auch mal zwei oder drei Tage dauern, bis die Überfahrt gelingt.

35 km quer über den offenen Atlantik geht es in Richtung Gryllefjord im gleichnamigen Fjord. Mächtig baut sich die Front aus schroffen Bergen vor einem auf, während man immer näher der Küste kommt. Dann geht es hinein in den engen Fjord.

Die einzige Nebenstrasse von Gryllefjord (Tankstelle, Supermarkt) ist durchaus einen halbstündigen Abstecher wert. Die alten Holzhäuser versprühen einen herben Charme.

Der neugebaute Tunnel mit der Brücke über den Fjord verkürzt die Fahrt ins Landesinnere erheblich. Zuvor musste man um den ganzen Fjord herum und dann weit hinauf zu einem Pass. Die Strasse dorthin ist allerdings inzwischen gesperrt, so dass die Aussicht von dort oben wegfällt.


Die fünf Finger von Senja

Der nächste Ort ist Hamn mit dem sehr schön gelegenen Hotelkomplex Hamn i Senja. Direkt darüber liegt der Sukkertoppen, der zwar nur ein Zipfel vor den höheren Bergen dahinter ist. Doch der Aufstieg ist so vielfältig, dass er sich dennoch lohnt. Insbesondere, weil man zunächst glauben muss, dass es keinen Durchstieg bis zum Gipfel geben kann. Doch der schmale Pfad überwindet eine Felsstelle mittels dort befestigter Ketten und erklimmt den aussichtsreichen Gipfel. Wer mit wenigen Höhenmetern anfangen möchte: hier kann man beginnen, die Berge von Senja zu erkunden.

Über den Bergsfjord mit seinen charakteristischen flachen Inseln im blauen Wasser hinweg sieht man schon das nächste Ziel, das Husjellet. Doch zuvor geht es wieder einmal über eine schöne Brücke in Richtung Fjordende.
 Nach einem zwei Kilometer langen Tunnel erreicht man ein alpines Hochtal, von dem aus es steil bergab geht Richtung Fjordende. Nach einer Serpentine erreicht man einem futuristisch gestalteten Aussichtspunkt. Der Ausblick auf den Bergsfjordbotten ist ein unbedingtes Muss!

Fährt man weiter entlang der Küste, erreicht man schließlich den kleine Ort Berg (Tankstelle, Supermarkt). Hier beginnt an der kleinen Kirche der Wanderweg hinauf zum Husfjellet. Der sehr schroffe Berg wird auf seiner sanften Seite bestiegen. Die lange Wanderung auf die 634 m hohe Bergspitze wird belohnt durch eine absolut grandiose Aussicht auf den nächsten Fjord. 

Zurück in Berg führt ein langer Tunnel hinüber in den Steinfjord. An der Landspitze Tungeneset lohnt sich ein Stopp. Eine lange Holzrampe führt als optische Attraktion hinunter zur Felsküste. Dramatisch erhebt sich dahinter wie der Kamm eines Drachens die Felswand der Okshornan. Da die Berge direkt aus dem Meer auftauchen, wirken selbst 560 m imposant. Drei Kilometer weiter ist die Welt eine andere: in Ersfjorden lockt ein langer Sandstrand mit sanften Dünen an warmen Sommertagen zum Sonnenbaden (und wegen der geschützten Lage ist auch Baden bisweilen möglich). Das „Goldene Toilettenhäuschen“ gehört am Strand zu den Sehenswürdigkeiten, die eher dokumentarischen Wert haben: man war da.

Erneut geht es durch einen Tunnel in den nächsten Fjord, den Mefjorden. Senjahopen ist ein größeres Städtchen mit einem Fischereihafen. Einige Kilometer weiter am Ende der Strasse liegt Mefjordvaer. Hier kann man den leicht zu besteigenden Aussichtsberg Knuten besteigen, kann aber auch weiter die Küste nach Nordwesten entlang wandern bis zu einem einsamen Felsgrat mit Blick nach Husöy (der vierten von fünf Halbinseln, die wie Finger von Senja in Richtung des Atlantiks ausgestreckt werden). Der Pfad ist sehr schmal und im Sommer etwas zugewuchert. Dennoch begegnet man immer wieder einzelnen Wanderern, die diese Einsamkeit lieben.

Husöy präsentiert sich von Mefjordvaer und mehr noch von Senjahopen als eine einzige Felswand. Vom 811 m hohen Skultran, der nur weglos zu erreichen ist, über den 556 m hohen Hesten, die 640 m hohe Segla und den 659 m hohen Barden fallen nur senkrechte Wände in den Meforden ab. Hesten, Segla und Barden erreicht man am besten von Fjordgard aus. Die Fahrt dorthin hat noch etwas vom Abenteuer vergangener Tage, als Tunnel in Norwegen oft noch ohne Licht waren und so schmal, dass zwei Autos kaum aneinander vorbei kamen. Der Tunnel Richtung Fjordgard ist 2020 noch so einer gewesen.

Von Fjordgard aus führt ein Weg hinauf in das weite Hochtal hinter den schroffen, senkrechten Wänden der Felswand über dem Meforden. Hier teilt sich der Weg zur Segla und dem Barden. Der Aufstieg auf den Hesten (bester Ausblick auf die steile Felsnadel der Segla) beginnt am anderen Ende des recht schönen Dorfes (mit Campingplatz).

Eigentlich sind beide Aufstiege sehr lohnend, wobei der Weg hinauf zum Barden viel seltener begangen wird. Vom Gipfel des Barden kann man einen unmarkierten, aber gut sichtbaren Weg entlang der Felsrippe gehen, der den Barden mit der Segla verbindet. Auf diese Weise kann man in einem Rundweg gleich zwei Gipfel besteigen. Allerdings ist der Aufstieg auf die Segla echt steil und erfordert gutes Schuhwerk. Doch das sollte man eh anhaben, wenn man in der Natur Norwegens unterwegs ist. Der zerklüftete, recht kleine Gipfel der Segla bietet an einem sonnigen Tag einen unbeschreiblichen Ausblick, wohingegen man vom Barden aus einen tollen Blick über den Mefjordbotn zum höchsten Berg von Senja hat, dem 1001 m hohen Breitinden (ebenfalls besteigbar) sowie zu dem Doppelgipfel des Keipen (938 m, ausgeschilderter Anstieg) und dem am Ende eines markanten Berggrats liegende Gryletippen (885 m, ebenfalls besteigbar). Bei allen Bergen gilt, dass man fast immer bei Meereshöhe den Aufstieg beginnt!

Natürlich gibt es auf Senja auch sanftere Wanderungen. Der Anderdalen Nationalpark bietet ausgedehnte Wanderungen durch lockeren Kiefern- und Fichtenwald bis hinauf zu sanft gewölbten Bergen. Noch weiter im Osten Richtung Finnsnes wird es noch milder. Doch zuvor sollte man vielleicht am fünften „Finger“ Senjas noch das aussergewöhnlich gelegene Dorf Husøy besuchen. Nur durch einen aufgeschütteten Damm mit der Hauptinsel verbunden drängen sich die Häuser dicht an dicht auf einer Felseninsel im Öyfjorden. Wer den Segla oder den Hesten besteigt, kann an klaren Tagen das nur 2-3 km entfernt liegende Dorf von oben erspähen.


Von Senja nach Tromsö

Die Brücke bei Silsand und Finnsnes ist die einzige frei befahrbare Verbindung mit dem Festland. Alternativ kann man von Botnhamm mit der Fähre nach Brensholmen fahren. Damit ist man dann auf Kvaløya, einer weiteren großen Insel. Von ihr herunter gelangt man direkt nach Tromsö. 

Tromsö ist eine geschäftige, große Stadt im Schutz der vorgelagerten Inseln. Neben der bekannten Eismeer-Kirche gibt es einige Museen und natürlich alles, was eine europäische Stadt noch so zu bieten hat. Die Felsinsel Tromsøya, auf der große Teile der Stadt gebaut sind, ist wie ein Schweizer Käse unterhöhlt. Die unterirdischen Strassen waren im Kalten Krieg als Schutzbunker im Fall eines Atomschlags gebaut worden. Heute fährt man mehrspurig durch den Berg und kommt an bis zu drei Kreiseln im Fels vorbei, bevor man das Tageslicht wieder erblickt. 

Etwa 70 km geht es über die E8 zurück bis nach Nordkjosbotn. Hier trifft man wieder auf die E6, die nun durch ein langes Tal zwischen hoch aufragenden Felsbergen hindurch nach Skibotn führt.
 

Wanderungen am Lyngenfjord 

Doch zuvor hat man die Chance, noch eine sehr schöne Gletscherwanderung zu machen. Kurz bevor man den Lyngenfjord erreicht liegt der kleine Ort Oteren. Hier biegt man auf die 868 Richtung Furuflaten ab. Nach etwa 16 km erreicht man die lockere Ansiedlung Steindalen. Von hier aus kann man in einer nicht allzu anstrengenden, aber recht langen Wanderung bis auf den Steindalsbreen hinaufsteigen (der ist im unteren Bereich recht flach und im Sommer auch ohne Steigeisen meist gut begehbar). 

Zurück in Oteren fährt man weiter Richtung Skibotn. Schon hier kann man die fantastische Aussicht auf den Lyngenfjord genießen. Ein Geheimtipp ist der Aufstieg über den Bollmannsveien zur Felsnase des Falsnesfjellet. Die alte Militärstrasse aus dem Zweiten Weltkrieg führt in mehreren langen Serpentinen hinauf zu einem grandiosen Aussichtspunkt über den ganzen Fjord und die umgebenden Berge. 

Skibotn ist ein kleines Städtchen mit allem, was dazu gehört wie Tankstelle, Supermarkt und Übernachtungsmöglichkeiten (Campingplatz). 

Bei Birtavarre ist man am hintersten Ende einer Einbuchtung des Lyngenfjordes, die selbst fast wie ein kleiner Fjord wirkt. Es lohnt sich, die zum Teil unbefestigte Strasse 7936 ins Kafjorddalen zu fahren. Lange geht es im flachen Talboden an Bauernhöfen vorbei, dann steigt die Strasse endgültig unbefestigt ins Gebirge hinauf. In steilen Serpentinen geht es immer weiter hinauf und erreicht etliche Kilometer später und etwa 800 m höher ein ausgedehntes Seengebiet (hier oben kann man vom Halti Trail Parking in wenigen Hundert Metern die norwegisch-finnische Grenze erreichen, gute Chancen, Rentiere zu sehen) . 

So weit braucht man aber gar nicht zu fahren, denn die eigentlich spannende Wanderung beginnt an einem gut sichtbaren Parkplatz (Gorsabrua Parking) nach einer abenteuerlichen Strassenbrücke. Sie führt zu einer spektakulären Brücke über eine tiefe, dunkle Schlucht. Als Rundwanderung führt der Weg auch hinab zu einer halb verfallenen Bergbau-Siedlung (Ankerlia) mit interessanten Einblicken in den Erzabbau des letzten Jahrhunderts. 


Bis ans Nordkap 

Bis Alta begleitet die E6 die zerklüftete Küste. In der Stadt Alta trifft man auch auf die verkürzte Anfahrt von Kiruna durch Finnland herauf. 100 km weiter bei Olderfjord biegt die E6 Richtung Süden ab, um schließlich bis zur Russischen Grenze bei Kirkenes zu führen. Zum Nordkap dagegen geht es  Olderfjord auf einer gut ausgeschilderte Strasse bis zum Hauptort der Insel Magerøya: Honningsvag. Das kleine Städtchen ist Zielhafen für die Hurtiglinien-Schiffe und zahlreiche Kreuzfahrtschiffe. Die letzten 20 km bis zum Nordkap sind von hier aus verglichen mit der Anfahrtstrecke bis Honningsvag nur noch ein Katzensprung – dann steht man auf dem Felsen im Nordmeer mit der berühmten Erdkugel, die den nördlichsten Punkt Festlandeuropas bezeichnet. Allerdings liegt Luftlinie zwei Kilometer westlich davon eine Landzunge, die noch etwas nördlicher liegt – doch die ist nur zu Fuß vom Knivskjelodden Trail Parking aus zu erreichen (liegt an der Zufahrststrasse, nicht zu übersehen, ca. 15 km insgesamt). 

 

 

 

Richtung Süden

Vom Nordkap zurück geht es über die E6 nun wieder Richtung Süden. 2000 km Strasse trennen einen von der Hauptstadt Oslo mit ganz vielen lohnenden Zielen.

Ein kleines Highlight kann bei gutem Wetter der Abstecher zum Øksfjordjøkelen sein. Beim winzigen Ort Alteidet leitet einen ein Hinweisschild zum einzigen europäischen Festlandgletscher, der direkt ins Meer kalbt. Allerdings darf man das nicht zu ernst nehmen, denn das Gletschereis stürzt von der Eiskante erst noch einige Hundert Meter die Felswand hinab, bevor es in den Fjord stürzt. 

Allerdings kann man den Gletscher nur mit einer kleinen Wanderung vom Ende der unbefestigten Strasse (Jökelfjord) aus sehen. Oder man mietet sich ein Boot in der kleinen Station und paddelt/fährt bis zum hinteren Ende des Fjordes, kann dann aber den Gletscher viel näher bestaunen.


Von Narvik auf die Lofoten

Es wäre sträflich, würde man auf der Rückreise nicht in Narvik erneut abzubiegen Richtung Westen. Doch statt auf Hinnøya wieder nach Sortland zu fahren, biegt man nun nach Süden und Richtung Svolvaer ab. Vorbei am höchsten Berg der Lofoten geht es nun auf der E10 auf die Lofoten. Die Seealpen Norwegens ragen direkt aus dem Meer bis zu 1000 Meter hoch auf.

Weit spannt sich die Raftsund-Brücke in stattlicher Höhe über die enge Passage zwischen dem letzten Zipfel Festland und der ersten Insel der Lofoten. Vor der Brücke sollte man nach links auf die FV868 Richtung Raften abbiegen. Die lange Küstenstrasse begleitet die schmale Meeresdurchfahrt und man hat die Chance, eines der großen Hurtigrouten-Schiffe zu beobachten, wie es zwischen den hoch aufragenden Felsbergen hindurch fährt.

Nach etwa 13 km erreicht man eine Stelle, von der aus man über eine flache Insel hinweg die Einfahrt zum Trollfjord sehen kann. Bei gutem Wetter fahren die Schiffe der Hurtigroute in diesen nur 100 m breiten Fjord ein. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Schiffe durch den schmalen Schlund in der Gebirgswand verschwinden und später wieder herauskommen.

Etwa 5 km weiter erreicht man das fast vorderste Ende dieser Halbinsel. Hier beginnt der Wanderweg hinauf zum Diggermulen. Zwei Mal war der Deutsche Kaiser hier oben und es lohnt sich tatsächlich, den von den Eiszeiten abgerundeten Berg zu besteigen – sieht er doch selbst ein wenig wie ein kaiserliche Pickelhaube aus. Die Aussicht jedenfalls ist den Aufstieg absolut wert. Bei klarem Wetter erblickt man die endlose Bergkette des Festlandes südlich von Narvik sowie die beeindruckende Wand der 980 Meter hohen Trolltindan.


Auf den Lofoten

Die erste Lofot-Insel, die man auf der E10 erreicht, ist Austvagøya. Quer durch die gebirgige Landschaft geht es nach Svolvaer, der Hauptstadt der Lofoten mit rund 4500 Einwohnern. Oberhalb der kleinen Stadt erhebt sich ein charakteristischer Fels (Svolvaer Goat), der an einen Ziegekopf erinnert. Der Anstieg ist nicht allzu schwer und lohnt wegen der Aussicht.

Von Svolvaer fahren täglich Fähren nach Skutvik zurück ans Festland.

Wenige Kilometer weiter erreicht man das sehr schöne Fischerdörfchen Kabelvag. Dieser älteste Ort auf den Lofoten liegt wie die anderen Fischerdörfer auch auf der Ostseite der Seealpen. Geschützt vor den Atlantikstürmen und dennoch weit draussen am Meeresrand. Noch mehr zeigt sich das in dem Fischerort Henningsvaer. Unter steilen Felsbergen entlang fährt man von der E10 Richtung Süden. Erst durch den Bau zweier Brücken wurden die einzelnen bewohnten Inseln von Henningsvaer mit Austvagøya verbunden. Heute ist es einer der schönsten Orte auf den Lofoten mit einem dramatischen Hintergrund, wenn man bis zum „Stadion“ von Hennigsvaer vorgedrungen ist. 540 m ragt sehr steil der Felsberg Festvagtinden hinter dem Dorf in den Himmel.

Die nächste Insel, die man erreicht, ist recht klein: Gimsøya. Dem gebirgen Teil im Osten steht eine flache Schwemmlandfläche im Westen gegenüber, die landwirtschaftlich soweit möglich genutzt wird. Schnell ist man auf der E10 auf der nächsten, großen Insel Vestvagøy. Der größere Ort Leknes im Inselinneren bietet Einkaufsmöglichkeiten an. Dann geht es durch einen unterseeischen Tunnel nach Flagstadøya. Direkt neben dem Hauptort Flagstad liegt einer der vielen schönen Sandsträne auf den Lofoten, die mit ihren tropisch anmutenden Farben zum Baden locken. Allerdings befindet man sich hier oben doch weit oberhalb des Polarkreises und nur Hartgesottene finden die Wassertemperaturen erträglich.
Ein absolutes Muss ist der Besuch des winzigen Fischerdorfes Nussfjord, das eingeklemmt zwischen Felsen am Ende einer kleinen Strasse liegt. Es lohnt sich, auf den wenige Meter über dem Dorf liegenden Ausblickpunkt zu gehen – der Anblick der Fischerhütten direkt rund um die geschützte Bucht ist einmalig. 

Auf der Weiterfahrt kann man bei Fredvag zu einem weiteren großen Strand abbiegen. Der Wanderweg bei Ytresand am Ende der Strasse führt hinauf auf einen aussichtsreichen, 300 m hohen Bergkamm darüber. Auch diese kurze Wanderung lohnt wegen der grandiosen Aussicht. Für Einsamkeit Suchende liegt anderthalb Kilometer nach dem kleinen Parkplatz Ytrestrand ganz am Ende des Bergrückens auf Meereshöhe ein Campingplatz.

Die Weiterfahrt zum letzten Ort der Lofoten, A, führt nun an Reine vorbei. Dieser Ort gilt als der schönste der Lofoten. Verteilt auf mehrere Inselchen präsentiert sich das pittoreske Reine in der wilden Berglandschaft des Kjerkfjorden. Schon immer galt der Aufstieg auf den Reinebringen, einer stellenweise senkrechten Felsnase des 797 m hohen Munken-Gebirgsstocks als der Aussichtsplatz auf den Lofoten. Erst vor wenigen Jahren wurde die zum Teil lebensgefährliche Aufstiegsstrecke in der sehr steilen Südwand entschärft. Sherpas haben aus großen Steinblöcken eine massive Treppe hinauf zur 448 m hohen Aussichtsplatte gebaut, so dass nun ein gefahrloser Aufstieg möglich ist. Der Blick auf Reine kommt einem von dort oben wie der Blick aus einem Flugzeug vor. Grandios liegt die Landschaft vor einem. Hier draussen, weit vorgerückt in den Atlantik, ist die Silhouette der Seealpen noch viel beeindruckender.

Eventuell erblickt man das Schnellboot, das Reine mit einigen Höfen im Kjerkfjord verbindet. Es bringt einen auch zum Ausgangspunkt einer sehr schönen Wanderung im Hinterland von Moskenesøya. Von einer alten Kraftwerksstation aus steigt man entlang der Fallrohre hinauf zur Munkebu-Hütte (500 Höhenmeter). Von der Hochfläche aus geht es dann wieder bergab zum Djupford. An seinem südlichen Ufer entlang windet sich ein schmaler und anspruchsvoller Pfad durch das dichte Unterholz des niedrigen Waldes, der sich hier zwischen den großen Felsen zahlloser Felsstürzen gebildet hat. Über die E10 erreicht man in anderthalb Kilometern dann wieder Reine.

Nur einen Tunnel weiter erreicht man Moskenes, der letzte größere Ort vor dem südlichen Ende der Lofoten. Von hier aus besteht die Möglichkeit, per Fähre direkt nach Bodø zu fahren. Das spart sehr, sehr viele Kilometer Umweg, würde man wieder zurück Richtung Narvik und dann nach Süden fahren wollen.

Nur noch wenige Kilometer trennen nun den Autofahrer von dem Ende der Strasse auf dem großen Zentralparkplatz von A. Um das kleine Dörfchen, das eine ähnliche Anziehungskraft auf Tausende von Touristen hat wie das Nordkap, vor zu viel parkenden Autos zu schützen, wurde bereits vor etlichen Jahren diese einzige Parkfläche ausserhalb des Ortes gebaut. Zum Mahlstrom von Moskenes (Jules Verne) kann man nur per Boot gelangen. Die letzten Kilometer Gebirge bis dahin sind Naturschutzgebiet und unerschlossen. Doch wer einen Mahlstrom sehen will, macht das sowieso besser in Bodø.

Zurück auf der E6 und der Rago Nationalpark

Die kürzeste Verbindung zwischen den Lofoten und dem Festland liegt bei Lødingen-Bognes. Die vermutlich am häufigsten genutzte Strecke dürfte von Svolvaer aus sein. Beide Fähren führen zurück zur E6, der man Richtung Fauske folgt.

Kurz vor Straumen passiert man den Abzweig in den Rago Nationalpark. Auf einer immer schmaler werdenden Strasse gelangt man tief hinein in das Tal der wilden Elva, die das große Seengebiet im Rago Nationalpark entwässert. In Lakshol ist Schluß. Ein kleiner Parkplatz signalisiert den Ausgangspunkt zu einer sehr schönen, aber langen Rundtour. Sie beginnt mit einem Anstieg um einen Felsriegel herum, durch den sich die Elva laut rauschend drängt. Im sich anschließenden Hochtal führt der schmale Wanderpfad immer tiefer hinein in die bezaubernde Landschaft des Parks. An einem Wasserfall, der breit über eine glattgeschliffene Felsfläche herunter strömt, geht es nochmals höher, dann wandert man fast fünf Kilometer durch einen schütteren Wald knapp an der Waldgrenze. Schließlich erreicht man die sehr schön gelegene Storskogvass-Hütte mit einigen Schlafplätzen sowie einem schön gelegenen Natur-Campingplatz am Ende des langestreckten Sees unter dem 764 m hohen Storskogtinden. Das Wasser, das aus dem See abfließt, rauscht durch eine schmale Felsgasse und stürzt dann schäumend 15 m in die Tiefe.

Nach der Hütte steigt der Wanderweg etwa 300 m an und erreicht schließlich einen schmalen Felsriegel, der den hoch gelegenen Litlverivatnet (See, 311 m) gegenüber dem tiefer gelegenen Tal der Selva abriegelt. Wer genau hinschaut, sieht unten den Wanderweg durch die offenen Moorflächen laufen. Eine Brücke überspannt den Ausfluß des Sees, der sich dann auffächert zu einem großen, breiten Wasserfall, der bereit auf dem Weg zur Hütte den Blick auf sich zog. Danach beginnt der Abstieg durch den Wald und zuletzt muß man etwa anderthal Kilometer auf der Strasse wieder zurück zum Parkplatz laufen. Alles in Allem eine ordentliche Tagestour mit vielen Ausblicken, jedoch auch viel Abwechslung direkt am Weg sowie einem sehr schönen Mittagsplatz auf den Wiesen rund um die Hütte am See.

Auf der RV17 entlang der Küste

In Fauske, einem größeren Ort, entscheidet sich, ob man im Landesinneren über die E6 zurück Richtung Oslo fahren möchte oder über die berühmte RV17 Küstenstrasse. Nur über die RV17 hat man nach dem großen Ort Löding (hier beginnt die RV17) die Chance, den beeindruckenden Saltstraumen zu bewundern.
Will man ihn in Ruhe betrachten können, biegt man vor der großen Brücke über die Meerenge von der Durchgangsstrasse ab. Etwas versteckt findet man unter der Brücke den Parkplatz. Von hier aus kann man bis direkt ans Meer hinunter und je nach Tide die beeindruckend großen Wirbel beobachten, die sich im Wechsel der Gezeiten durch das schnell strömende Wasser bilden. Millionen Kubikmeter Wasser strömen hier alle sechs Stunden in den dahinter liegenden Fjord hinein und später wieder hinaus. Auf einem der hoch motorisierten Ausflugsboote ist das Spektakel noch beeindruckender. 

Der "grobe" Weg nach Norden:

  • Kopenhagen - Schweden über Malmö (Brücke) oder Rödby (Fähre)
  • Richtung Norden in Schweden
  • Kiruna, Narvik
  • Lofoten, Vesteralen
  • Von Andenes nach Senja
  • Die fünf Finger von Senja
  • Von Senja nach Tromsö
  • Wanderungen am Lyngenfjord
  • Ans Nordkap